Vorbeugen in der „Kalten Jahreszeit“

Herbert Richter (Laurentius Apotheke)
Wer kennt das nicht: Die Nase beginnt zu laufen, der Hals zu kratzen, man fühlt sich müde und abgespannt, die Körpertemperatur steigt. Das sind typische Symptome einer Erkältung. Erwachsene leiden durchschnittlich ein- bis viermal pro Jahr an einer Erkältung, Kinder sogar bis zu zehnmal. Somit ist der banale Infekt die häufigste Erkrankung der Menschheit.

Dabei muss zwischen der Influenza, auch „echte“ Grippe genannt, und einer Erkältung unterschieden werden. Gemeinsam haben beide, dass sie von Viren verursacht werden. Während eine Grippe dramatische Folgen haben kann, ist eine Erkältung zwar lästig, aber meist harmlos.

Sind die Abwehrkräfte geschwächt, können die Erreger in den Körper einfallen und die Krankheit auslösen. Kälte, ungesunde Ernährung, Stress und Schlafmangel können die Gefahr einer Erkrankung begünstigen. In der Regel wird der Körper binnen weniger Tage mit der Attacke fertig und die Erkältung ist überwunden. Viren, die einen grippalen Infekt auslösen können, werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Beim Niesen eines Erkälteten werden Tausende von Viren im Raum verteilt. Ob sich jemand dabei ansteckt, hängt von dessen Immunabwehr ab.

Man sollte auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und frischem Obst achten. Leider haben unsere Lebensmittel gerade im Winter durch zu lange Lagerung oft einen Großteil ihrer Nährstoffe verloren. Um eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Mikronährstoffen wie Vitamine und Mineralien zu gewährleisten, ist es sinnvoll, sich aus der Apotheke ein geeignetes Nahrungsergänzungsmittel zu beschaffen. Alkohol, Rauchen, Schlafmangel und Stress schwächen den Körper und sollten daher gemieden werden. Stattdessen helfen Kneippsche Anwendungen, Wechselduschen und Saunabesuche, den Körper abzuhärten. Gegenstände die viele Menschen mit den Händen berühren (zum Beispiel Türklinken) sind mögliche Virenträger. Da sich Berührungen nicht immer vermeiden lassen, sollte man sich häufig die Hände mit warmen Wasser und Seife waschen. Zu anderen Menschen – insbesondere wenn sie erkältet sind – sollte man Abstand halten. Auch ein einfacher freundlicher Gruß statt eines Händeschüttelns hilft, das Risiko einer Infektion zu verringern. Im Falle einer eigenen Erkrankung sollte man – aus Rücksicht gegenüber seine Mitmenschen – ebenfalls diese Dinge beherzigen.

Auch Bewegung an der frischen Luft hilft, das Immunsystem auf Trab zu bringen. Schonung ist jedoch angsagt, wenn Sie feststellen, dass sich eine Erkältung anbahnt. Sport, der Herz und Kreislauf belastet, sollte vermieden werden.Viel trinken ist dann wichtig, vor allem heiße Getränke wie Holunder- oder Lindenblütentee. Dadurch werden die Schleimhäute feucht gehalten. Die Inhaltsstoffe der Heiltees können dabei helfen Bakterien in Schach zu halten. Inhalationen, Nasentropfen und weitere bewährte Heilmittel helfen, die Symptome zu lindern. Dauert eine Erkältung länger als eine Woche, dann sollte man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

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